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Consulta Privada de Urología

Dr. med. Lutz Breitinger


Richard - Wagner - Str. 6
D - 68165 Mannheim
+49 621 431 0691

Informationen zu Prostataproblemen


Gutartige Prostatavergrößerung (=BPH)

 


1. Vorkommen / Entstehung einer gutartige Prostatavergrößerung (BPH)
Mehr als jeder 2. Mann bekommt im Laufe seines Lebens Probleme beim Wasserlassen, hervorgerufen durch eine Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie = BPH). Die Ursache für diese Vergrößerung ist bis heute nicht endgültig geklärt. Man hat beobachtet, dass die Ernährung, die Herkunft, die Lebensführung mit fettreicher Ernährung, Bewegungsmangel und Hormone eine Rolle spielen können. Die Häufigkeit einer Prostatavergrößerung (BPH) steigt mit zunehmendem Lebensalter, das Wachstum beginnt bereits ab dem 30. Lebensjahr. 80% der Männer jenseits des 69. Lebensjahres haben eine vergrößerte Prostata, bei ca. 60% ist sie behandlungsbedürftig.

2. Symptome bei Prostatavergrößerung (BPH)
Die Symptome einer Prostatavergrößerung (BPH) sind vielseitig und können individuell sehr unterschiedlich sein. Es besteht auch keine direkte Korrelation zwischen Größe der Prostata und Intensität der Beschwerden.
Erstes Anzeichen bei Prostatavergrößerung (BPH) ist neben eines abgeschwächten Harnstrahls häufig das sog. „Nachtröpfeln“. Als sehr störend werden die zunehmenden nächtlichen Toilettengänge und der vermehrte Harndrang empfunden. Im Verlauf kommt es nicht selten zu einem imperativen Harndrang, sodass den Betroffenen oft nur wenig Zeit bleibt, um eine Toilette zu erreichen, wodurch die Lebensqualität deutlich eingeschränkt und die Flüssigkeitszufuhr oft reduziert wird. Häufig besteht auch das Gefühl, die Blase nicht mehr vollständig entleeren zu können oder dass die Betroffenen die Blase nur noch „portionsweise“ und mit Druck entleeren können. Bei zunehmender Restharnbildung können sowohl die Blase als auch die Nieren geschädigt werden.

3. Diagnostik der BPH
Die behandlungsbedürftige BPH kann oft schon anhand der geschilderten Symptome diagnostiziert werden. Die Untersuchung durch den Urologen erfolgt mittels Abtasten der Prostata und Ultraschall. Mit Hilfe einer speziellen Ultraschallsonde kann eine exakte Beurteilung und Vermessung der Prostata über den Enddarm erfolgen. Eine Bestimmung des PSA - Wertes (= Prostata - Spezifisches - Antigen = Tumormarker, der durch eine Blutentnahme bestimmt werden kann), ist obligat. Ob eine Behandlung erfolgen muss hängt neben den medizinisch relevanten Untersuchungsergebnissen (z.B. Restharnmenge) auch stark vom Leidensdruck des Patienten ab.

4. Therapie einer Blasenentleerungsstörung bei BPH
Da die früheren Behandlungsmöglichkeiten und OP - Verfahren bei einer BPH mit nicht unerheblichen Risiken behaftet waren, scheuen viele Männer auch heute noch den Gang zum Urologen und nehmen lieber eine eingeschränkte Lebensqualität in Kauf, bzw. gefährden ihre Gesundheit. Es existieren heute sehr wirksame Medikamente, angefangen von rein pflanzlichen Präparaten bis hin zu sog. Alpha-Blockern oder Mitteln, die das Wachstum der Prostata verlangsamen können bzw. sogar eine Volumenreduktion der BPH hervorrufen können.
Wenn die Wirkung der Medikamente nicht mehr ausreicht, muss ein operatives Verfahren gewählt werden. Das in der Vergangenheit am häufigsten angewandte Verfahren bei BPH ist die sog. TURP. Hierbei wird das den Harnfluss störende Prostatagewebe „abgehobelt“. Da diese Operation nicht unerhebliche Risiken in sich birgt, wurden verschiedene sogenannte „minimal - invasive“ Methoden entwickelt (TUNA, TUMT,...). Diese Verfahren, die mit Hitze, Kälte oder auch Mikrowellen arbeiten, konnten sich aber wegen mangelnder Effizienz nicht durchsetzen, bzw. wurden von der sich rasant entwickelnden Lasertechnik abgelöst.

5. Lasertherapie bei BPH
Zu den modernsten Laser - Entwicklungen zählen die sogenannten
Vaporisationsverfahren. Die erwünschte Gewebeabtragung erfolgt durch Verdampfung. Der große Vorteil hierbei ist, dass es zu keinen nennenswerten Blutungen kommt. In geübten Händen können die Risiken einer Inkontinenz und Impotenz nahezu ausgeschlossen werden.
Aufgrund des geringen Risikos für unerwünschte Nebenwirkungen wird der Klinikaufenthalt stark verkürzt.

 

 

 

 

Prostata - Krebs

 


1. Häufigkeit und Entstehung von Prostatakrebs
Prostatakrebs ist mit ca. 60.000 Neuerkrankungen bzw. „Neuentdeckungen“) die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Nach Lungen- und Darmkrebs ist es die 3. häufigste Krebstodesursache.
Die Entstehung der Erkrankung ist auch heute noch nicht geklärt, man weiß jedoch, dass die Herkunft, Lebensweise, Hormone, familiäre Belastung und insbesondere das Lebensalter einen großen Einfluss haben.

2. Früherkennung von Prostatakrebs
Aufgrund der sehr guten Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen ist eine regelmäßige Früherkennungsuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr sinnvoll.
Neben der körperlichen Untersuchung mit Abtastung der Prostata und Ultraschall, sollte der sog. PSA - Wert regelmäßig bestimmt werden. Es handelt sich hierbei um ein Eiweiß, das durch eine Blutuntersuchung bestimmt werden kann. Mit Hilfe dieses Wertes können Tumore früh entdeckt werden, so dass die Heilungschancen sehr gut sind.
Da sich nicht alle Männer mit Prostatakrebs einer Behandlung unterziehen müssen, kann dieser Wert außerdem ein sehr wichtiges Instrument sein, die sehr langsam wachsenden Tumore von den aggressiven zu unterscheiden und damit vielen Männern eine Therapie mit möglichen Nebenwirkungen ersparen.

3. Therapie von Prostatakrebs
Das Behandlungsspektrum reicht von der roboterassistierten operativen Entfernung der Prostata über verschiedenen Bestrahlungsmethoden, sowie medikamentöser Behandlungen, bis hin zur reinen Überwachung bei sehr langsam wachsenden Karzinomen.
Welches Verfahren für den Betroffenen am besten geeignet ist, muss individuell anhand des Alters des Patienten, Art und Aggressivität des Tumors, Begleiterkrankungen und natürlich den Wünschen des Patienten festgelegt werden.

4. HIFU (Hoch – Intensiver – Fokussierter – Ultraschall)
Für Betroffene die sich einer Behandlung unterziehen sollten, aber keine Operation oder Bestrahlung wünschen, steht ein sehr schonendes Verfahren zur Verfügung, das mit Hilfe von gebündeltem Ultraschall die Prostata und die Krebszellen thermisch zerstören kann.
Bei diesem Therapieverfahren wird die Prostata über eine im Enddarm positionierte Sonde mit gebündelter Ultraschall-Energie (ähnlich einem Brennglas mit Sonnenstrahlen) thermisch zerstört. Im Anschluss wird das durch die Hitzeeinwirkung abgetötete Gewebe in Binde- und Narbengewebe umgewandelt, teilweise auch über die Harnröhre ausgeschieden. Die Risiken dieses berührungsfreien, schonenden Verfahrens sind sehr gering. Die gesamte Behandlung wird in Echtzeit mittels Ultraschall überwacht und kontrolliert. Eine Schädigung des umliegenden Gewebes (Darm, Schließmuskel, u.a.) kann weitestgehend ausgeschlossen werden. Die Erhaltung der Sexualfunktion (Erektionsfähigkeit) ist oft möglich. Die großen Vorteile dieser Behandlungsmethode liegen darin, dass die Risiken für unerwünschte Nebenwirkungen sehr gering sind und dass die Behandlung im Falle eines Therapieversagens entweder wiederholt oder der Patient noch einem anderen therapeutischen Verfahren (z.B. Operation oder Bestrahlung) zugeführt werden kann.
Ob man für eine solche Therapie geeignet ist, kann nach einer kurzen Untersuchung (mit „Vermessung“ der Prostata) festgestellt werden.

 

 

 

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